Ägyptologie-Blatt

Ägyptologin Dr. Mechthild Schade-Busch verstorben.
Frau Dr. Mechthild Schade-Busch ist am 29.05.2017 nach schwerer Krankheit für immer von uns gegangen.

US-Museum gibt Stelenfragment zurück ...
Ein 1910 vom Berliner Museum erworbenes Stelenfragment aus blauer Fayence (Ptahmose, Bürgermeister von Memphis unter Ramses II, um 1250 v.Chr., ÄM 19718), das seit Ende des Zweiten Weltkrieges als verloren galt, wird ab Mitte Juni wieder im Neuen Museum auf der Museumsinsel zu besichtigen sein : " [u]US-Museum gibt ägyptisches Stelenfragment zurück ... an Deutschland[b][u]Fund in den Vereinigten Staaten: Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhält ägyptische Stele zurück, die seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen war[b][u]How a missing Egyptian relief returns to Berlin after 72 years[/url] " (Friends of Saqqara, 05.05.2017) Gruß, Lutz.

Gengeschichte Ägyptens
Einem Team aus Forschern der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena unter der Leitung von Professor Johannes Krause gelang vermutlich ein Durchbruch bei der Isolierung der DNA aus dem Zellkern und der Gewinnung verlässlicher Daten. „Die Studie hat gezeigt, dass ägyptische Mumien eine verlässliche Quelle für die DNA der alten Ägypter sind und dass sie erheblich dazu beitragen können, die Bevölkerungsgeschichte dieser Region zu verstehen ..." (Prof. Johannes Krause) Untersucht wurden Proben von 151 Mumien aus Abusir el-Meleq in Mittelägypten, aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr. Sie stammen aus zwei anthropologischen Sammlungen, eine befindet sich an der Universität Tübingen, die andere ist die Schädelsammlung Felix von Luschan am Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin. [u]Ancient Egyptian mummy genomes suggest an increase of Sub-Saharan African ancestry in post-Roman periods[b][u]Mumien-Erbgut mit ÜberraschungenErste komplette DNA-Sequenzierung von Mumien verrät Gengeschichte Ägyptens Blick ins Mumien-Genom: Erstmals ist es Forschern gelungen, das komplette Erbgut ägyptischer Mumien zu entziffern. Die bis zu 3.400 Jahre alte DNA liefert spannende Einblicke in die ägyptische Geschichte: Obwohl Ägypten mehrfach von fremden Völkern besetzt wurde, hinterließ dies genetisch kaum Spuren. Überraschend auch: Moderne Ägypter unterscheiden sich genetisch deutlich von ihren Vorfahren, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Communications" berichten. ...[b][u]Erbgut ägyptischer Mumien enthüllt Verwandtschaft... Die Erbgut-Analyse deutet darauf hin, dass sich die Bevölkerung Ägyptens in den vergangenen 1500 Jahren stark verändert hat. Waren die Ägypter vorher über Jahrtausende eng mit den Bewohnern des Nahen Ostens verwandt, zeigt die heutige Bevölkerung starke Einflüsse aus Afrika südlich der Sahara. ... ... Über die Zuverlässigkeit von DNA-Analysen ägyptischer Mumien streiten Wissenschaftler seit Jahren. Schon seit Mitte der 1980er Jahre untersuchen Forscher Erbgut von Mumien. Für großes Aufsehen sorgte vor einigen Jahren ein Vaterschaftstest für den Pharao Tutanchamun. Demnach soll König Echnaton der Vater gewesen sein. Das Resultat wurde jedoch stark angezweifelt. "Wir sind da ebenfalls sehr skeptisch", sagt Wolfgang Haak vom Jenaer Max-Planck-Institut, Ko-Autor der neuen Studie. ... ... Nun habe man erstmals zuverlässig das Genom von Mumien sequenziert, betonen die Forscher. Sie hatten Proben von 151 Mumien genommen, die in Deutschland aufbewahrt wurden. Die Überreste wurden Anfang des 20. Jahrhunderts bei Ausgrabungen in Abusir el-Meleq in Mittelägypten geborgen. ...[b][u]Genetisches Geheimnis ägyptischer Mumien entschlüsselt... bisherige Versuche, den genetischen Code ägyptischer Mumien zu knacken, sind meistens gescheitert. „Das heiße ägyptische Klima, die hohe Luftfeuchtigkeit in vielen Gräbern und einige Chemikalien, die für die Mumifizierung verwendet wurden, trugen allerdings zur Zerstörung der DNA bei“, erklärt Krause. Forscher, die bisher Ähnliches versucht hatten, konnten hinterher nicht zweifelsfrei beweisen, dass ihre Proben nicht mit dem Erbgut anderer Menschen verunreinigt waren. Alte DNA lässt sich eindeutig zuordnen Doch die Methoden sind besser geworden, und so entnahmen die Wissenschaftler um Johannes Krause und Alexander Peltzer von der Universität Tübingen von 151 mumifizierten Schädeln Gewebe – Zähne, Knochen, mumifizierte Muskeln und Haut. Die Mumien stammen aus einer Zeit von 1400 v. Chr. bis 400 n. Chr. In den alten Überresten suchten die Forscher nach einigermaßen gut erhaltenen Erbgutfragmenten, anhand derer sie das Genom der Individuen rekonstruieren wollten. ... ... Knochen und Zähne sind gutes Material ...[b][u]Forscher lesen im Erbgut alter Ägypter[b][u]Alte Ägypter waren genetisch autark[b][u]Forscher entziffern Erbgut dutzender Mumien... [b]Untersuchung weiterer Mumien notwendig Ob diese Daten tatsächlich repräsentativ für die einstige ägyptische Bevölkerung sind, ist nicht ganz klar. Denn die Mumien stammen alle nur von einem Friedhof. Von daher wären Funde aus anderen Ausgrabungsstätten, die die jetzt veröffentlichten Daten ergänzen wichtig, um wirklich ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten.[/quote] Gruß, Lutz.

Kairo-Pass angekündigt
Egypt Independent meldet, dass das SCA ab November für alle archäologische Stätten und Museen im Raume Kairo einen auf 5 Tage limitierten "Besucher-Pass" anbieten will. Der Pass soll 100$ für Touristen und 50$ für Studenten kosten. Für den Erwerb sind ein Passfoto, eine Kopie ihres Passes, und bei Studenten eine Kopie ihres Studentenausweises vorzulegen. Der Pass kann auch in einer anderen ausländischer Währung, aber wohl nicht in ägypt. Pfund bezahlt werden.

Zahi Hawass wird 70
Am kommenden Sonntag feiert der in Damietta im östlichen Nildelta geborene Dr. Zahi Hawass, ehemaliger Leiter der Altertumsbehörde (SCA) und kurzzeitige Minister für Antikenangelegenheiten seinen 70sten Geburtstag.

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