Erstwaehler-mit-Gratis-Propaganda-belohnt

Die Grundlage einer Demokratie sind Wahlen, die den Wählern vortäuschen, wichtige Entscheidungen getroffen zu haben. Da jedoch das System in Wahrheit immer mehr verknöchert, versklavt, die produktiven Teilnehmer des Systems aussaugt und jeglicher individueller Freiheit abträglich ist, spielt es de facto keine Rolle, wer an den sich automatisch einstellenden Hebeln der Macht sitzt.

In Oberösterreich stehen demnächst wieder einmal Wahlen an und die Parteien rüsten sich für den Wahlkampf. Mit jenem Geld, das den Wählern zuvor aus der Tasche gezogen wird. Aber es ist gut investiertes Geld, wenn man beispielsweise das Wahlplakat des regierenden Landeshauptmannes betrachtet. "Weil er Oberösterreich liebt" - interessanter als der originelle Slogan, über den bestimmt dutzende Werbeagenturen monatelang brüteten, ist das Fotosujet. Und zwar deshalb, weil es so trefflich das politische Denken der meisten Akteure widerspiegelt: Abgesehen vom jeweiligen Politiker kommen keine anderen Menschen vor. Im Mittelpunkt stehen die Akteure, deren Gehalt, Dienstwagen, etc. vom tumben Steuervieh bezahlt wird.

Einen Schritt weiter geht man nunmehr in Oberösterreich:

Das Land Oberösterreich spendiert Erstwählern bei den Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 27. September Zeitungs-Gratis-Abos. Sie sollen der Information über das politische Geschehen und die Zusammenhänge dienen. [...]  Neben den Wochenzeitungen, Magazinen, Radio, Fernsehen, Internet oder Wahlwerbung sollen sie auch auf politische Informationen in Tageszeitungen zurückgreifen können.

Was es daran zu meckern gibt? Och, nicht viel. 1. Könnte man bitte endlich damit aufhören, mit Steuergeldern finanzierte Geschenke als "gratis" zu titulieren? 2. Jene "politischen Informationen" stammen von wem? Richtig: Von eben jenen Parteien selber! Wie "objektiv" mögen die Informationen also sein? Der Staats-Krake hat längst sämtliche Printmedien zu reinen Sprachrohren umfunktioniert. Perfiderweise gelten nur solche Informationen als "objektiv", die von staatlicher Seite aus erfolgen. Private Unternehmen oder Institutionen sind ja bekanntlich böse ...

Macht doch einfach einmal ein Experiment: Nehmt eine Tageszeitung zur Hand, egal, welche, und guckt nach, aus welchen Quellen die Informationen stammen. So gut wie alle stammen aus den Mündern von Parteivertretern, staatlichen Universitäten, staatlichen oder staatsnahen Institutionen.

Die mittlerweile einzige gute Quelle ausgewogener Information stellt das Internet dar. Ein Ärgernis, dem man natürlich einen Riegel vorschieben wird. Welchem anderen Zweck gelten denn die unsäglichen Diskussionen der letzten Zeit? Es geht darum, diesen in der Geschichte der Menschheit einzigartigen Informationskanal zu filtern und gezielt steuern zu können. Denn es kann ja nicht angehen, dass etwa eine dermaßen menschenfeindliche, asoziale und perverse "Ideologie" wie der Liberalismus einfach so öffentlich verbreitet wird ...

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