Sirmarks Politik Blog

Umstieg von Outlook 2000 auf Windows Live Mail via Hotmail-Konto
In der heutigen Zeit hat man viele Email-Adressen. Ich habe mehrere bei gmx, eine bei web.de und unzählige über eigene Domains. Inzwischen habe ich sogar für Paypal und Ebay je eine eigene Email-Adresse. Letzteres erhöht ein wenig die Sicherheit.Seit Jahren nutze ich Outlook für die Verwaltung. Mein altes Outlook kann schon mit mehreren Email-Adressen umgehen, auch wenn der Postein- und Ausgang nur aus einem eigenen Postfach besteht und der Posteingang ein wenig umständlich per selbsterstellter Regel geteilt wird. Vor Jahren habe ich, als ich mir einen EeePC gekauft habe, einmal Windows Live Mail angeschaut, da dies bereits vorinstalliert war. Abgesehen vom „bonbonhaften“ Design fand ich den Umstieg zu dieser kostenlosen Version interessant, da es gegenüber meinem Outlook 2000 die Email-Postfächer sauber voneinander trennt. KO-Kriterium: Diese Live-Version hatte noch keinen Kalender. Und ein zentraler Familienkalender ist für mich lebensnotwendig. Meine Frau kann genauso wie ich Termine einstellen und wenn ich ihr mal wieder nicht zuhöre, werde ich immerhin per Kalender an diverse Termine erinnert …Da der EeePC via UMTS im Interent hängt, war schon damals der Wunsch da, auf alle meine Email-Postfächer unterwegs zuzugreifen. Also war klar, dass ein zentraler Email-Server installiert werden musste. Ich habe mir den hMailserver sowie dem Communigate Mailserver angeschaut, installiert, teilweise konfiguriert. Dank anderer Familienaufgaben ist nie ein Mailserver produktiv in Einsatz gegangen.Ende letzten Jahres habe ich mein Handy mit Windows Mobile 6.5 in Rente geschickt. Ein HTC Desire mit Android ist mein neuer Begleiter. Wichtigstes Feature für mich: Der Kalender. Bisher habe ich die Kalenderdaten via ActiveSync mit meinem lokalen Outlook synchron gehalten. Die Enttäuschung war groß, als ich HTC Sync ausprobiert habe. Im Vorfeld hatte ich in diversen Foren gelesen, dass das bisherige HTC Sync mies sein sollte, die neue Version nutzbar sei. Nun, nach zwei bis drei Wochen war ich der Meinung, dass ich das HTC-Sync so schnell wie möglich von meinem Rechner verbannen möchte. Durch Foren fand ich „MyPhoneExplorer“, eine Freeware, die mein HTC-Smartphone vernünftig mit meinem Outlook synchronisierte. Doch 100% zufrieden war ich immer noch nicht. Zumal auch das Mail-Problem mangels Zeit noch nicht gelöst war.Zwischendurch musste ich für einen Verwanden Erfahrungen mit googlemail machen. Er hatte sich ein Samsung Galaxy gekauft und wollte dann selbst und schnell und einfach seine alten Palm 500 – Daten auf dieses Smartphone „bringen“. Ich habe ihm im Vorfeld gesagt, dass das so nicht geht (schon weil ich wusste, dass ich letztlich die Arbeit an der Backe haben werde), doch er hat es sich gekauft und zwei Tage später hatte ich einen weiteren „Job“. Bei dieser Gelegenheit habe ich eben googlemail und den dortigen Kalender ausprobiert, war von der Synchronisation durchaus begeistert. Auch die Kontakte funktionierten und die Datenkrake Google ist nun um hunderte von Email-Adressen, Telefonnummern und persönliche Daten reicher. Dass ich meine Daten nicht zu Google ziehen werden, hat sich bei diesem Test gefestigt, war aber dennoch von den Möglichkeiten positiv angetan.Vor zwei Wochen kam ein Kollege mit der Nachricht, dass Hotmail inzwischen einige bisher kostenpflichtige Features nun auch in der kostenlosen Version anbietet. Unter anderem kann Hotmail nun auch weitere POP3-Email-Konten zentral verwalten. Ein „Outlook-Connector“ für den lokalen Outlook-Klient verbindet Outlook schnell mit Hotmail und auch das Smartphone kann darauf zugreifen. Also genau das, was ich gesucht habe. Auch wenn ich Microsoft in Punkte Datenschutz auch nicht viel mehr als Google traue. Aber mein Test begann.Ich habe mir ein neues Hotmail-Konto angelegt, dessen Basis eine neue Email-Adresse ist. Habe ich also noch eine Email-Adresse mehr. In Hotmail selbst habe ich eine Verbindung zu einer schon existierenden GMX-Emailadresse angelegt. Hotmail holt nun in irgendwelchen Intervallen die Emails ab und legt mir diese innerhalb Hotmail in einem Ordner ab. Nun kam der spannende Teil: Die Verbindung meines Smartphones mit Hotmail. Kurz gesagt: Ich habe es nicht geschafft, das vorhandene Mail-Programm von HTC oder Android mit Hotmail zu verbinden. Diversen Foren sei Dank, bin ich auf die kostenlose App „Improved Email“ gestoßen. Diese auf meinem HTC Desire installiert und die Verbindung zu Hotmail hat schnell geklappt. Die in Hotmail angelegten Ordner synchronisieren sich nun schnell und sauber. Gestört hat mich, dass ich über diesen Weg Mails nun unter der zentralen Hotmail-Adresse verschicken kann, aber dies war für mich noch kein KO-Kriterium (denn Hand aufs Herz: Wer (außer Kiddies) schreibt außer Not Mails via Handy?). Auch die Funktion Push-Mail klappt nur mit der Hotmail-Adresse. Meine Email-Konten, die als Ordner erscheinen, werden lediglich synchronisiert, wenn der Ordner angeklickt wird. Schade, aber damit kann ich leben.Dann kam Outlook dran. Schließlich wollte ich auch via Outlook auf meine Mails zugreifen. Den „Outlook-Connector“ von Microsoft heruntergeladen, gestartet und siehe da: Er läuft nicht unter Outlook 2000. Guter Rat war teuer, nichts half. Irgendwann habe ich mir dann Windows Love Mail heruntergeladen, zumal ich wusste, dass in den neueren Versionen auch der Kalender Einzug gehalten hat. Live Mail installiert, das Hotmail-Konto angegebenen und schwupps hat es funktioniert. Immerhin ein Lichtblick. Schnell zeigten sich aber Probleme. Ich gehöre leider zu der Sorte Menschen, die auch in Outlook viele alte Mails „horten“. Diese will ich auch im neuen Outlook zur Verfügung haben. Eine gute Lösung, wie ich die Mails in Live Mail migrieren kann, habe ich noch nicht gefunden. Auch die Kontakte habe ich noch nicht migriert, bin mir aber sicher, dass dies ohne große Probleme klappen wird. Viel Wichtiger waren mir die Kalender-Objekte. Und dies war erst mal ein großes Problem. Doch über den Umweg Hotmail habe ich eine gute Lösung gefunden (Outlook Kalender in Outlook Live oder Hotmail exportieren). Aktuell habe ich noch zwei Punkte, die mich extrem stören: Mails über meine weiteren Email-Konten zu verschicken klappt nicht nur nicht mit dem Handy, sondern auch nicht mit Windows Live Mail. Aktuell ein KO-Kriterium Diese VERFL****** Meldung im Mailheader XXX@hotmail.de; im Auftrag von XXX [XXX@hotmail.com] . Wenn über ein anderes Konto Mails verschickt werden (zum Beispiel über die Weboberfläche), erscheint aus „Sicherheitsgründen“ diese Meldung. Googeln hat bisher noch nicht geholfen. Lediglich der Hinweis, dass dies auch googlemail so „macht“, weiß ich nun. Sehr unbefriedigend. Ich werde Euch weiter auf dem Laufenden halten. NACHTRAGDer Versand der Emails klappt über den oben beschrieben Weg klappt so nicht wirklich. Auch die Meldung "im Auftrag von XXX" kann meines Wissens so nicht unterdrückt werden. Nutzen Sie Hotmail in diesem Fall nur zum Empfang bzw. zum Versenden der Mails via Handy/Smartphone. In Windows Live legen Sie alle EMail-Adressen noch einmal als Konto an. Diese Konten sollen nur zum Versenden dienen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, bei einer Mail die Versandadresse anzugeben bzw. auszuwählen.Wenn Sie das Konto anlegen, müssen Sie auch einen Mail-Eingangsserver angeben, was letztendlich nicht gewünscht ist (die Mails sollen ja via Hotmal zentral eingesammelt werden). Legen Sie das Konto erst einmal korrekt an. Nachdem das Konto angelegt wurde, können Sie in den Eigenschaften den Haken bei "Dieses Konto synchronisieren" entfernen. Fortan wird Windows Live Mail den Posteingang über dieses Konto nicht noch zusätzlich prüfen; der Mailversand funktioniert tadellos.   Links:EMails von Outlook 2000 zu Windows Live MailKontakte importierenKalender importieren      

Neuauflage des Commodore C64 geplant
Was anfänglich als ein Aprilscherz ausgesehen hat, rückt doch immer mehr in den Bereich der möglichen Neuerscheinungen: Eine Neuauflage des guten, alten Commodore C64. Versuche mit einer Neuauflage gab es viele, fast genauso viele wie Besitzer der Marke „Commodore“. Die Firma Commodore International, die den ursprünglichen C64, seinen Nachfolger Amiga und meinen ersten Computer, den VC-20 entwickelt und gebaut hat, gab es viele. Nach der Insolvenz von Commodore 1994 kam die Marke über die Deutsche Computerkette Escom an die niederländischen Firmen Tulip Computers und Yeahronimo Media Ventures zu Asiarim. Keine der Firmen wurde wirklich mit den Markenrechten glücklich, denn keine Firma hat es geschafft, etwas auf den Markt zu bringen, was die Retro-Freaks von damals wirklich begeistert: Eine Neuauflage des C64, der guten alten „Brotkiste“.Es gab viele Versuche, mit dem Namen Kapital zu schlagen. So wurde zeitweise ein Joystick verkauft, der schon im Innern Hardware beinhaltete, die es ermöglichte, einige Spiele zu emulieren. Auch frei erhältliche Emulatoren gibt es viele – zumal die Copyright-Ansprüche der Spiele in der Regel alle erloschen sind. Doch zufrieden ist mit der Adaption der Spiele kaum jemand. Es fehlt meist der klassische Joystick (heute wurde man sagen: Controller), es fehlt das Gehäuse des C64.Und zumindest das letztere scheint nun Commodore USA zu liefern. Die Firma wurde vor einem Jahr in den USA gegründet mit dem Zweck, Computer herzustellen, die aussehen wie 1984. Eben wie der klassische C64. Und auch die Software soll darauf laufen.Nach Aussage von Commodore USA soll im Innern der Neuauflage ein Mainboard im Mini-ITX-Format mit üblichen Desktop-PC-Komponenten stecken. Bestückt mit einer CPU Atom D525 von Intel und Nvidias Grafikchip Ion soll der neue C64 zum Kunden kommen. Insgesamt vier Varianten, von einer Ultimate-Version mit 4GB Hauptspeicher, WLAN, Bluetooth, 1-TByte-Festplatte und Blu-ray-Laufwerk für schlappe 900 US-Dollar bis herunter zu einem Barebone für 250 US-Dollar, dem der Käufer dann selbst ein Mainboard, Laufwerk und Arbeitsspeicher spendieren muss.Kann die Neuauflage wirklich punkten? Zu aller erst fällt einmal der doch recht hohe Preis auf. Natürlich lässt die zu erwartende geringe Auflage Preise nicht sinken. Doch der Preis von 250 US-Dollar für eine Tastatur samt Gehäuse dürfte auch eingefleischte C64-Retro-Fans erst einmal zum Überlegen anregen.Sicherlich ansehliche Stückzahlen dürfte eine Tastatur dem Hersteller bescheren, die – im Look des klassischen C64 -  sicherlich viele Freunde finden würde. Wenn der Preis sich unter 50 Euro einpendeln würde, dürfte das Ganze ein Erfolg werden. Und man darf träumen: Wenn die „Tastatur“ auch noch einen Anschluss für einen für einen Aufpreis erhältlichen Joystick – Entschuldigung: Controller – hätte, einen Anschluss für einen Monitor und integriert einige Spielklassiker, wäre das Ganze perfekt. Ich persönlich würde sofort für dieses Bundle 100 Euro bezahlen. SOFORT!Denkbar wäre aber auch die Variante, einen Retro-C64 mit klassischen Komponenten zu entwickeln, wie sie zum Beispiel im MSI-Wind und ähnliche zu finden sind. Also ein alltagstauglicher Büro-PC im Kleid des Commodore C64.Ich habe leider meinen C64 damals verkauft. Ich war jung, ich brauchte das Geld. Wenn mir auf einem Flohmarkt mal wieder ein C64 über den Weg läuft: Ich werde ihn kaufen. Und vielleicht kann ich bald einen Proto-Typen meiner Ideen präsentieren. Träumen darf man ja.

Waffen tragen in US-Restaurants und Bars
Rund zehn Jahre ist es her, als mir ein Freund von seiner Erfahrung vom Besuch des Harley-Treffen in Daytona erzählt hat. Abends, in einer verrauchten Bar, trank er mit seiner Freundin noch etwas, als ein Biker sich neben ihn gestellt hat. Der Biker, so versicherte mir mein Freund, sah aus, wie aus einem schlechten Film. "Und er legte eine Waffe auf den Tresen", so mein Freund und sagte so etwas wie er solle eine Fliege machen. Nur er, seine Freundin solle dableiben, denn er würde sie nun "übernehmen". Die Geschichte ging gut aus, mein Freund samt Freundin verließen das Lokal und die ganze Geschichte ist heute etwas, das man mal abends einem Freund erzählt. Immer mit Hinblick auf die Tatsache, dass so etwas einem in Deutschland nicht passieren kann. Normalerweise.Dass dies aber nun in den USA an der Tagesordnung sein kann, darüber hat kürzlich die New York Times berichtet. Neben den Staaten Tennessee hat nun auch Arizona, Georgia und Virginia die Gesetze dahingehend geändert, dass Waffenträge mit geladenen Waffen nun mit gesetzlicher Erlaubnis Bars und Restaurants besuchen dürfen. Die Frage des Alkoholausschanks ist demnach die Streitfrage, über die die dortigen Gerichte entschieden haben. In Tennesee ist Alkoholkonsum für Waffenträger in Gaststätten verboten. Nun ja, Autofahren unter Alkoholeinfluss ja auch. Und Hand aufs Herz: Wer ist noch nicht mit einem Bier oder Wein Auto gefahren? Viele, sehr viele von uns.Beachtenswert an der Initiative, die eine "ihre zivilisatorischen Errungenschaft" sein soll, auf jeden Fall. Auch die Argumentation, mit der das Gesetz begründet wird. Demnach geht es weniger um das Tragen der Handfeuerwaffe im Lokal selbst, sondern um die Selbstverteidigung auf dem Weg zur Bar und wieder nach Hause.  Die New York Times zitiert den der republikanische Abgeordnete mit den Worten: "Die Polizei wird dich nicht schützen können. Sie werden den Ort des Verbrechens untersuchen, wenn du und deine Familie erschossen, verletzt oder vergewaltigt wurden."Wie wenig das Verständnis in den USA mit denen in der Bundesrepublik glücklicherweise übereinstimmt, zeigt die Forderung in den USA, auch Waffen auf dem Campus tragen zu dürfen. Denn dann, so das Argument der Pro-Waffenträger, könnten Amokläufe viel schneller gestoppt werden, wenn es mehr bewaffnete Passanten gäbe. In unserem Lande denkt man darüber ein wenig anders: Hier fordert man weniger Waffen in Haushalten um das Risiko eines Amoklaufes zu minimieren.

Klimaneutrale Gebäude in Deutschland
Es klang eigentlich schon gut und verschrecke auch viele: Das hohe Ziel der Bundesregierung, dass der Gebäudebestand in der Bundesrepublik bis 2050 "klimaneutral" sein sollte. Das Klimakonzept sah vor, dass Altbauten wie auch Neubauten ab 2050 die Menge an Energie, die sie verbrauchen, ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen  konsumieren sollten. Soweit ein Ziel, das sicherlich gut gemeint ist. Denn nach den Berechungen des Wirtschaftsministeriums ist der Immobilienbestand in Deutschland für knapp die Hälfte des Energiebedarfs und für ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Dies liegt unter anderem daran, dass in der Vergangenheit kaum ein Hausbesitzer auf die Dämmung und Dichtigkeit geachtet hat. Vor 1979 gab es noch keine Wärmeschutzverordnung und auch danach wurde aufgrund der hohen Kosten der Investition das Thema vom Bauherren ignoriert.Nun belegt eine Studie der Wirtschaftsforschung Halle (IWH), dass der Weg zum klimaneutralen Deutschland viel steiniger ist, als angenommen. Demnach ist der Energieverbrauch vieler unsanierter Gebäude deutlich geringer, als bislang angenommen. Auch ist der Aufwand, ein Gebäude nach den Vorgaben zu sanieren, teilweise deutlich höher, als angenommen. Das größte Einsparpotential haben demnach Bauten aus den Jahren 1958 bis 1978. Bei diesen Bauten sind die Wände oftmals sehr dünn und die Fassaden sind schlicht gehalten. Hier sollen Einsparungen von 20 bis 40 Prozent des Energiebedarfs möglich sein. Doch die Sanierung von Altbauten vor 1918 stellen die Experten teilweise vor erhebliche Schwierigkeiten. Denkmalgeschütze Fassaden, teilweise verschnörkelt, kann man nicht einfach in Dämmstoff packen. Auch in weniger aufwändigen Fällen müssten teilweise mehr investiert werden, als ökonomisch sinnvoll wäre. Soll heißen, dass es sich einfach nicht lohnt, manche Gebäude so aufwändig zu sanieren.Inzwischen ist die Bundesregierung zurückgerudert. Ziel ist nach wie vor, die CO2-Emission zu reduzieren. Doch inzwischen ist nur noch von einer Verringerung von 80 Prozent zu lesen. Es soll vor allem die "Wirtschaftlichkeit" beachtet werden. Lediglich bei Neubauten soll das klimaneutrale Gebäude Standard werden.Zu groß wären auch die Unwegsamkeiten, die auf Mieter zukommen. Denn die Sanierung, ob wirtschaftlich oder nicht, würde sich in jedem Fall auf den Mietzins niederschlagen. Selbst wenn großzügige Subventionen für die Sanierung ausgeschüttet werden würden: Die Zeche hätte der Steuerzahler zu bezahlen.Durch steigende Energiepreise ist es ein Anliegen jedes Mieters und jedes Eigenheimbesitzers, dass sein Domizil möglichst wenig Energie verbraucht. Letztlich ist der Hang zum Umweltschutz immer ein Blick in den eigenen Geldbeutel.

Die Muslime und die Religionsfreiheit
In Deutschland gibt es die Religionsfreiheit. Und das ist gut so. Jeder kann an das Glauben, was er will. Zumindest so lange er nicht gegen Gesetze verstößt und das Miteinander nicht stört. Jeder kann sich wannimmer gegen Mekka werfen und beten, solange er es nicht unbedingt auf der Autobahn macht.So ähnlich sieht man es auch in Algerien, auch wenn der Fall uns ein wenig befremdlich vorkommt. Dort nämlich stehen christliche Bauarbeiter vor Gericht, weil sie im verborgenen eine Brotzeit zu sich genommen haben. Während des Ramadan. Zum einen verstoßen sie damit gegen islamische Gebote. Zum anderen haben sie damit auch die öffentliche Ordnung gestört. Und für beides zusammen fordert der algerische Staatsanwalt drei Jahre Haft.Der Fall soll sich folgendermaßen zugetragen haben: Auf einer Baustelle in der kabylischen Stadt Ain El Hammam sollen die Bauarbeiter am 13. August diesen Jahres bei 40 Grad Hitze hinter einer Mauer Limonade getrunken und "Sandwitches" gegessen haben. Die Bauarbeiter sagen vor Gericht aus, dass niemand sie hätte sehen können. Nicht einmal vom Flußzeug aus hätte man sie sehen können, so die Aussage vor Gericht. Doch irgendwie hat man sie gesehen oder irgendwer hat die Polizei gerufen. Denn diese hat die Bauarbeiter noch vor Vollendung der Straftat festgenommen und die Beweise gesichert: Die belegten Brote und die noch nicht ausgetrunkene Limonadenflasche wurden bei Gericht vorgelegt.Dass dieser Fall Nicht-Muslimen befremdlich vorkommt, liegt auf der Hand. Auch in der Türkei kann ich - zumindest in vielen Teilen - als Christ auch im Ramadan essen. Es stört nicht die öffentliche Ordnung, auf das der algerische Staatsanwalt in seinem Fall abzielt. Denn die Nichteinhaltung der Fastenregeln ist gemäß algerischem Recht zwar im dortigen Strafgesetzbuch geregelt, doch auch Algerien hat 1998 die UN-Vereinbarung zu Menschenrechten und Grundfreiheiten unterzeichnet, unter der auch die Religionsfreiheit fällt. Also wird das Gericht sich hauptsächlich mit der Störung der öffentlichen Ordnung befassen müssen. Würde dieser Fall nicht inzwischen weltweit für Empörung sorgen, wäre das Strafmaß für diese Tat sicherlich ebenfalls für unsere Augen unverhältnismäßig. Den christlichen Bauarbeitern dürfte die internationale Beobachtung in der Strafzumessung sicherlich einen großen Gefallen bereiten.

Codes für deine Homepage