Ukraine-Nachrichten - Nachrichten

Zwischen Entsetzen und Entschlossenheit: Christoph Brumme beschreibt in ?Im Schatten des Krieges ? Tagebuchaufzeichnungen aus der Ukraine? das Leben in dem Land von Ende Januar bis Anfang Mai 2022 ab Juni bei Hirzel
Wie lebt man in einem Land, vor dessen Außengrenzen eine Armee aufzieht? Ist es besser zu glauben, dass Wladimir Putin keinen Angriffskrieg auf die Ukraine beginnen wird? Oder folgt man seiner Ahnung und bereitet sich auf das Schlimmste vor?

Offene Briefe ?
Es häufen sich Wortmeldungen zu den offenen Briefen bezüglich Waffenlieferungen an die Ukraine oder nicht, mit dem Tenor, es könne bloß eine ?diplomatische Lösung? lesen. Dabei geben die Verfasser offen zu, unschlüssig zu sein, was sie einerseits ehrt, andererseits zeigt, dass sie sich mit dem Thema nicht eingehend auseinandergesetzt haben und demzufolge verquirlte pseudopazifistische Auffassungen sprudeln.

Die Kadyrow-Leute haben Angst, in der Ukraine zu sterben: Ein Teilnehmer am Zweiten Tschetschenischen Krieg, der für die Ukraine kämpft
Trotz der Einschüchterung durch Kadyrows Bataillone gibt es in der Ukraine eine große Zahl Tschetschenen, die auf der Seite Kyjiws kämpfen. Einige von ihnen leben schon lange in der Ukraine, andere außerhalb der Ukraine helfen auf vielerlei Weise mit Geld und Munition. Wir telefonieren mit einem Kämpfer der Terrorismusverteidigung mit dem Kampfnamen ?Wainach?, einem Veteranen des Zweiten Tschetschenienkrieges. Vor dem Krieg war der 40-Jährige ein gewöhnlicher Kiewer Geschäftsmann. Am zweiten Tag nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine meldete er sich freiwillig zur Verteidigung Kyjiws.

Der überschätzte Präsident
?Ein Angriffskrieg in Europa. Unvorstellbar. Unvorstellbar. Ohne Anlass. Ohne jeden Sinn wird da Krieg geführt. Es ist abartig.? So leitet Professor Harald Lesch seine vor kurzem ins Netz gestellte Folge von Terra X mit dem Titel ?Kein Gas aus Russland? Das muss jetzt passieren!? ein.

Der Moment der Wahrheit ? oder warum die Ukraine bereits gesiegt hat
Die letzten sieben Tage des heldenhaften Widerstands der Ukraine haben nicht nur die kühnen Pläne des besessenen Kreml-Herrschers vereitelt, der sich verkalkuliert hat: in seinen Einschätzungen des ukrainischen Staates, der wahren Stimmungen und Vorlieben der Ukrainer, der Bereitschaft der Bürger der Ukraine, ihren Staat bis zuletzt zu verteidigen. Auch in der Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, der es schaffte, die ukrainische Nation innerhalb weniger Stunden zu mobilisieren, irrte er sich. Überwunden ist die jahrelange, von Russland inspirierte Spaltung der ukrainischen Gesellschaft, überwunden das Misstrauen und sogar der Hass in den verschiedenen politischen Kreisen.

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